{"id":1588,"date":"2011-11-11T12:00:00","date_gmt":"2011-11-11T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dpg-sachsen-anhalt.de\/?p=1588"},"modified":"2020-02-24T12:19:33","modified_gmt":"2020-02-24T11:19:33","slug":"ausstellung-in-halle-200-jahre-universitaet-breslau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dpg-sachsen-anhalt.de\/?p=1588","title":{"rendered":"Ausstellung in Halle: 200 Jahre Universit\u00e4t Breslau"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">11.11.2011: Die Universit\u00e4t Breslau (heute Wroc\u0142aw) ist ab 10. November 2011 zu Gast in Halle &#8211; und zwar in Form einer Wanderausstellung, die im Universit\u00e4tsmuseum der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg (MLU) zu sehen ist.<\/h4>\n\n\n\n<p>&#8222;200 Jahre Universit\u00e4t Breslau&#8220; oder &#8222;Uniwersytet Wroc\u0142awski 1811-2011&#8220; lautet der Titel der Schau &#8211; pr\u00e4sentiert in Zusammenarbeit mit der zweit\u00e4ltesten Universit\u00e4t in Polen.\n<br> Die Exposition in Halle f\u00fchrt die bewegte Geschichte der Breslauer Universit\u00e4t bis hin zur Gegenwart auf 40 quadratischen Schautafeln vor. Gezeigt werden in einem Raum des halleschen Universit\u00e4tsmuseums im L\u00f6wengeb\u00e4ude Abbildungen der Gr\u00fcndungsurkunden sowie alte Grafiken und Stiche mit Ansichten der Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude. Mit der Aula Leopoldina und der Jesuitenkirche verf\u00fcgt die Universit\u00e4t \u00fcber barocke Schmuckst\u00fccke, die heute noch mit ihrer \u00fcberbordenden Ausgestaltung beeindrucken. Zu sehen sind au\u00dferdem Fotos und Gem\u00e4lde ber\u00fchmter Gelehrter und verdienstvoller Breslauer Professoren, deren Wirken reich bebildert, mit deutschen und polnischen Texten versehen &#8211; dokumentiert wird.\n<br><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei reichen die Anf\u00e4nge der polnischen Hochschule deutlich weiter zur\u00fcck, n\u00e4mlich bis ins Jahr 1505, als der K\u00f6nig von B\u00f6hmen und Ungarn, Wladislaw II (1456-1516), versuchte, in Breslau eine Universit\u00e4t einzurichten. Dies scheiterte durch zahlreiche Kriege zu jener Zeit.\n<br><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Jahre sp\u00e4ter gab es am Ufer der Oder eine Jesuiten-Akademie, die Leopold I, Kaiser des Heiligen R\u00f6mischen Reiches deutscher Nation, 1702 gr\u00fcndete: die &#8222;Leopoldina&#8220; in Breslau. Das Datum gilt heute als Geburtsstunde der Universit\u00e4t Breslau.\n<br><\/p>\n\n\n\n<p>Den Status einer Universit\u00e4t erhielt sie aber erst im August 1811, als die Universit\u00e4t Viadrina (Frankfurt an der Oder) aufgrund eines Edikts des Preu\u00dfischen K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm III (1770-1840) vor\u00fcbergehend nach Breslau verlagert wurde und mit der dortigen Universit\u00e4t vereinigt wurde. Sie trug fortan den Namen &#8222;Universitas litterarum Vratislaviensis&#8220;. Mit dem Zusammenbruch der Naziherrschaft 1945 endete die Geschichte der deutschen Universit\u00e4t. Die neue polnische Regierung forcierte eine Wiederbelebung der Lehrt\u00e4tigkeit an der Hochschule, die nun von Professoren aus Lemberg aufgenommen wurde. Studierten im Gr\u00fcndungsjahr etwa 200 Studenten an zwei Fakult\u00e4ten, stieg sp\u00e4ter deren Zahl auf \u00fcber 47 000 an acht Fakult\u00e4ten.\n<br><\/p>\n\n\n\n<p><b>Die Ausstellung ist wochentags vom 11. bis 27. November 2011 im Universit\u00e4tsmuseum zu sehen.\n<br><\/b><\/p>\n\n\n\n<p><b>\u00d6ffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr Sonntag 14 bis 18 Uhr Montag und Samstag geschlossen<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11.11.2011: Die Universit\u00e4t Breslau (heute Wroc\u0142aw) ist ab 10. 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