Polnische Dokumentarfilmreihe im Puschkino (Halle): „Die Solidarnosc der Frauen“

01.12.2015: mm Donnerstag, den 10. Dezember um 18:00 Uhr in Puschkino Halle (Salle)

Polnische Dokumentarfilmreihe im Puschkino (Halle): "Die Solidarnosc der Frauen"


Sehr geehrte Damen und Herren,

das Aleksander-Brückner-Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien lädt Sie auch im Dezember sehr gerne wieder zu einem Filmabend in das Puschkino ein.
Am Donnerstag, den 10. Dezember um 18:00 Uhr haben wir für Sie einen Film über die Solidarność-Bewegung vorbereitet:

  • Solidarność według kobiet“ (dt.: „Die Solidarność der Frauen“ / PL

Zum Film: „Marta Dzido wühlt sich durch Fotoalben, blättert in Geschichtsbüchern und schaut Videos aus der Solidarność-Zeit Anfang der Achtzigerjahre. Immer wieder sieht sie Bilder, die zu Symbolen für den Fall des Kommunismus wurden: der geschmückte Zaun der Lenin-Werft in Gdańsk, diskutierende Streikkomitees oder Lech Wałęsa mit dem Victory-Zeichen. Überall sieht sie auch Frauen – an der Druckerpresse, bei Verhandlungen und beim Jubel nach der offiziellen Genehmigung freier unabhängiger Gewerkschaften. Bekannte Gesichter wie das von Anna Walentynowicz sind darunter, aber die meisten sind anonym. Die Historiker schweigen sich über sie aus. Wer waren die Heldinnen der Oppositionsbewegung? Was ist aus ihnen geworden? Wie kam es, dass nur eine einzige von ihnen 1989 am Runden Tisch Platz nahm? Warum spielen sie in der Geschichtsschreibung höchstens eine Nebenrolle? Wie konnte es passieren, dass so viele von ihnen vergessen wurden, obwohl sie in dem dramatischen Sommermonaten des Jahres 1980 eine fundamental wichtige Rolle spielten? Marta Dzido macht sich mit der Kamera in der Hand auf den Weg, um die Heldinnen von damals und gemeinsam mit ihnen Antworten auf diese Fragen zu finden. Manche Protagonistinnen des Umbruchs sind leicht zu finden, anderen muss sie bis ins Ausland folgen. Gemeinsam erzählen sie ein Kapitel europäischer Zeitgeschichte neu – aus femininer Perspektive, mit neuen Hauptfiguren.“

Der Film wird von einer Einführung und Moderation von Rainer Mende (Leipzig) sowie einer Diskussion mit Christine Gölz (Leipzig) und Iwona Dadej (Berlin) begleitet.

Link zum Film finden Sie hier.

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